Hoi An-Tipps – Acht Empfehlungen für die vietnamesische Lampionstadt

Romy fühlte sich gefangen in einem Job, den sie eigentlich gar nicht mochte und für den sie tagaus, tagein mehrere Stunden im Stau verbrachte – und das seit Jahren. Eines Tages hatte sie die Nase voll von dieser Verschwendung an Lebenszeit und fasste den Entschluss, endlich etwas zu verändern. Sie überredete ihren Mann Tobi und Tochter Mila zu einer Weltreise, kündigte schließlich ihren Job und begann mit der Planung. Ein Jahr später flogen die drei für vier Monate um die Welt und zu den traumhaftesten Flecken dieser Erde. Von dieser Reise handelt Romys Buch »Herz schlägt Kopf – Wie ich mit meiner Familie um die Welt reiste, um das Glück zu finden«.

Eine Station ihrer Reise war die Lampionstadt Hoi An in Vietnam, für die Romy folgende Tipps für dich zusammengestellt hat:

 

 

Während unserer Weltreise waren wir 15 Tage im wunderschönen Vietnam (für 15 Tage brauchst du kein Visum, Stand Januar 2019). Da uns 15 Tage aber zu kurz waren, um das ganze Land zu bereisen, hatten wir uns entschieden, in der Mitte anzufangen und bis nach Ho Chi Minh in den Süden zu reisen. Der Norden ist dann ein anderes Mal dran.
Wir sind in Da Nang gelandet, dort zunächst zwei Tage geblieben und haben uns dann von einem Taxi nach Hoi An bringen lassen (ca. eine halbe Stunde Fahrt, Kosten ca. 15€).

Hoi An – Viel mehr als nur Lampions

Hoi An ist bekannt als Lampionstadt und deshalb auch beliebter Touristenhotspot. Es ist also ziemlich voll. Aber, wir finden, ein Besuch lohnt sich dennoch, denn die Stadt ist wunderschön. Vor allem natürlich am Abend, wenn in der autofreien Altstadt-Zone wirklich überall an Läden, Cafés und über den kleinen Gassen beleuchtete Lampions in allen Farben hängen. Ziemlich romantisch auf jeden Fall. Die Lampions sind teilweise sogar aus Seide gefertigt, wofür Hoi An auch berühmt ist. Genauso wie für seine Vielzahl an Schneidern. Wenn du dir gerne mal etwas Maßgeschneidertes und qualitativ Hochwertiges anfertigen lassen willst, dann bist du in Hoi An genau richtig.

Das sind unsere 8 Tipps für deine Reise nach Hoi An:

• Hoi An-Tipp 1: Wieviel Zeit du für Hoi An einplanen solltest

Das ist natürlich individuell und kommt darauf an, ob du nur mal kurz einen Blick auf die berühmte Altstadt werfen oder gerne mehr in das Leben dort eintauchen und auch die Umgebung sehen möchtest. Für die Altstadt reicht im Prinzip ein halber Tag. Damit es allerdings nicht in Stress ausartet, sollten es schon zwei Übernachtungen sein. Wir waren sechs Tage in Hoi An und hätten sogar noch länger bleiben können. Man kann dort auch richtig schön relaxen und tolle Ausflüge unternehmen.

• Hoi An-Tipp 2: Wo du am besten wohnst

Wir empfehlen nicht direkt in der Altstadt zu wohnen, weil es einfach sehr laut und trubelig ist. Es sei denn du magst das. Es gibt in der nahen Umgebung (3-4 km) ganz wunderbare, tolle Homestays. Viele haben einen Pool und bieten Frühstück an. Eigentlich immer sind auch Fahrräder mit dabei, die man kostenlos nutzen kann, um die Gegend zu erkunden und um in die Altstadt zu fahren. Die Menschen sind unglaublich freundlich und tun alles, damit der Gast zufrieden ist.
Die Unterkünfte liegen alle in einer ruhigen Umgebung an einem Flussarm des Thu Bon River und nur ca. 1,5 km vom Cua Dai Beach entfernt. 
Wir waren in der Serene River Villa, was einfach nur toll war. Nähere Infos darüber, kannst du hier nachlesen: Weltreise Tagebuch Hoi An

• Hoi An-Tipp 3: Essen (oder: We love Streetfood!)

 

Wer die Wahl hat, hat die Qual. In Hoi An gibt es so wahnsinnig viele Restaurants, dass man sich nur schwer entscheiden kann. Und auch außerhalb der Altstadt findest du immer etwas. Allerdings fanden wir die Qualität des Essens in den Restaurants nicht ganz so gut. So super gut geschmeckt hat es uns leider nicht, obwohl wir das vietnamesische Essen lieben. Aber, was wirklich richtig lecker war, war das Essen, das du an den unzähligen Streetfoodständen bekommst. Deshalb unsere Empfehlung: Iss dich dort durch! Es ist eigentlich alles lecker. Verliebt haben wir uns in das Banh Mi, ein Baguette, das gefüllt ist mit diversen Gewürzen und Soßen. Du bekommst es entweder mit Hähnchen, Schweine- oder Rindfleisch oder auch vegetarisch. Es schmeckt so köstlich! Das beste Banh Mi (und das ist wirklich so, wir haben verschiedene Stände getestet) gibt es bei Madame Khanh. Sie nennt sich auch selbst Queen of Banh Mi. Allerdings liegt ihr kleiner Laden etwas außerhalb der autofreien Altstadt-Zone.
Übrigens zahlst du für Streetfoodessen nur 0,30€ – 1,50€. Es ist also extrem günstig.

• Hoi An-Tipp 4: Strandtage

Hoi An liegt nicht weit vom Meer entfernt, du kannst also wunderbar auch mal einen Strandtag einlegen. Am besten du schnappst dir ein Fahrrad und machst eine Tour.

Cua Dai Beach

Der nächstliegende Strand ist der Cua Dai Beach. Der ist relativ untouristisch. Es gibt aber auch keine Strandbars oder Liegen. Dafür ist es ruhig und Schatten findest du zwischen den Palmen genug.

Beach Bars

Wenn du die Hauptstraße parallel zum Meer weiterfährst, fangen nach ca. 800 Metern kleine schmale Zugänge zum Strand an. Oft liegt zur Straße hin eine Beach Bar, die bis nach hinten zum Strand führt. Steig zwischendurch mal ab und schau es dir an. Da sind tolle Strandbars dabei und es ist immer noch relativ ruhig.

Kahun's Beach Bar

 

Wir waren zweimal in der Kahun’s Beach Bar. Das Essen ist super, es gibt einen Pool und alles ist total nett und gemütlich angelegt. Du kannst dich kostenlos dort hinlegen oder setzen. Der Verzehr von Getränken oder Essen wird dann natürlich gerne gesehen.

 

An Bang Beach

Dieser ist vom Cua Dai Beach knapp 4 km entfernt und ist der größte und bekannteste und somit auch touristischste Strand in Hoi An. Hier reihen sich Liegen an Liegen und Restaurants an Restaurants. Man kann kaum treten, dafür ist viel los. Je nachdem, was man mag, ist also strandmäßig in Hoi An für jeden was dabei. Die Liegen und Schirme sind übrigens umsonst, wenn du in dem dazugehörigen Restaurant auch etwas isst oder trinkst. (Das Essen ist allerdings nicht empfehlenswert.)

Achtung: Dein Fahrrad musst du auf dem Fahrradparkplatz am Haupteingang abstellen. Das kostet ca. 0,50€ umgerechnet. Dafür ist der Parkplatz bewacht.

• Hoi An-Tipp 5: Fahrradtour durch das Herb Village und die Reisfelder

Eine Oase der Ruhe findest du im Herb Village. Das ist im Prinzip ein riesengroßes Feld, was den Locals kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Bedingung ist, dass sie es biologisch bewirtschaften müssen. Überall duftet es deshalb nach Kräutern, wenn man auf den kleinen Wegen, die schachtelförmig durch die Felder führen, durchfährt. Es schaut wunderschön aus und zeigt das typische Vietnambild, das man so im Kopf hat: der Farmer mit dem Kegelhut auf dem Kopf, im Feld hockend und Reis oder Gemüse erntend. Auch an einigen saftig grünen Reisefeldern kommst du vorbei. Zwischendrin siehst du immer mal wieder Wasserbüffel, die es sich in den Wasserlöchern gemütlich gemacht haben. Ein traumhaftes und beruhigendes Gesamtbild.

• Hoi An-Tipp 6: Vietnamesischer Kochkurs

Es gibt verschiedene Anbieter, bei denen du einen Kochkurs buchen kannst. Am besten du fragst mal in deiner Unterkunft nach, meistens läuft die Vermittlung über die Homestay-Besitzer. Wir hätten gerne den Kurs im Herb Village gemacht, denn da erntet man das Gemüse und die Kräuter vorher selbst, bevor es an die Zubereitung geht. Leider war es schon ausgebucht, aber wir haben trotzdem noch einen anderen tollen Kurs gefunden und zwar beim Anbieter Thuan Tinh Island Tours.

Thuan Tinh Island Cooking Class

Die Gruppe bestand aus ca. 10 Personen und zuerst besuchten wir gemeinsam den Markt und kauften für unsere Gerichte ein. Der Guide erklärte die ganzen Kräuter und Gemüsesorten und steckte jedem Teilnehmer ein bisschen was von den Zutaten in den vorher ausgehändigten Einkaufskorb.
Anschließend ging's mit dem Holzmotorboot ein Stück den Fluss entlang. Das Ziel war die Kochschule, die mitten im Grünen, überdacht und rundum aber offen war. Die Tische und Stühle waren in U-Form angeordnet, vorne der Kochlehrer-Pult. Jeder hatte auf seinem Platz diverse Gewürze, Kochbesteck und eine kleine Gas-Kochplatte bereitstehen.
Es lief so ab, dass der Guide vorkochte und die Teilnehmer anschließend nachkochten. Es gab vier Gänge: frische Frühlingsrollen mit Erdnusssoße, Reispancake, Rindfleisch-Nudel-Salat und Pho Suppe mit Rindfleisch. Das Essen war richtig köstlich! Alles war super durchorganisiert und selbst die Toiletten vor Ort waren sauber und gepflegt.

Der Kurs kostete 25€/Erwachsener (Kinder bis 6 sind frei) und war ein echtes Erlebnis!

• Hoi An-Tipp 7: Relaxtage

In Hoi An gibt es unheimlich viele Spas und die Preise sind im Vergleich zu deutschen Preisen ein Witz. Deshalb unbedingt mal einen Spa-Tag einlegen, wenn du da bist. Wir sind in zwei Spas gewesen, die beide sehr gut und angenehm waren.

Ginger Spa

Wenn du dort ankommst, wirst du erstmal super herzlich begrüßt. Dir wird direkt ein Ingwertee gereicht und deine Füße stellst du in eine Strohschüssel, die gefüllt ist mit kleinen warmen Kügelchen. Das Spa ist komplett aus Holz gebaut, alles wirkt natürlich und sehr sauber. – Absolut zum Wohlfühlen! Bevor es in den Massageraum geht, wirst du noch für ca. 20 Minuten in eine Art Dampfsauna gesteckt. Zum Poren öffnen.
Für eine 90-minütige vietnamesische Massage haben wir 22€/Person (inkl. dem ganzen Drumherum vorher) gezahlt. Die Massage ist äußerst angenehm, aber trotzdem mit ordentlich Druck. Absolut zu empfehlen.

 

Ma-Spa

Das Ma-Spa liegt im Herb Village und auch hier wirst du wieder sehr herzlich empfangen, bekommst einen Ingwertee und eine Schüssel mit warmem Wasser für die Füße. Für eine 60-minütige Bodymassage und ein 30-minütiges Facial (Gesichtsreinigung inkl. Massage) zahlst du ca. 10€. Eine Fuß- und Beinmassage kostet 6€ und das volle Programm mit Kaffeepeeling und Ganzkörperreinigung vor der Ganzkörper-Massage (Dauer: 2,5 Stunden) 25€. Wahnsinn.

• Hoi An Tipp 8: Ausflug oder Übernachtung in Da Nang

Wenn du in Da Nang landest, solltest du hier auch zwei Tage verbringen oder zumindest einen Ausflug von Hoi An aus machen. Mal abgesehen von dem riesigen breiten Sandstrand, darfst du folgende zwei Dinge nämlich nicht verpassen:

Lady Buddha

Der Lady Buddha ist die größte Statue in Vietnam (67 m) und du kannst sie schon von Weitem sehen, da sie zusätzlich auf einem Berg steht. Am besten lässt du dich mit einem Taxi hinfahren. Man hat das Gefühl, dass er (oder sie?) von oben auf dich herabschaut. Absolut imposant davor zu stehen. Die Anlage drumherum ist zudem wunderschön gestaltet mit vielen Bonsaibäumchen und zwei kleinen Tempeln. Von der Plattform aus, auf der das gesamte Ensemble steht, hast du einen tollen Blick auf die Skyline von Da Nang. Der Eintritt ist übrigens kostenlos.

Drachenbrücke

Auf der Drachenbrücke, das Wahrzeichen von Da Nang, findet jeden Samstag- und Sonntagabend um 21 Uhr eine kleine Feuershow statt. Heißt, der Drache, der die Brücke auf der einen Seite mit seinem Kopf schmückt und auf der anderen mit seinem Schwanz, speit Feuer. Tatsächlich hört es sich spektakulärer an, als es ist. Punkt 21 Uhr spuckt der Drache Feuer, 4-5 Mal und dann noch mal von vorn. Anschließend kommt eine riesige Wasserfontaine aus seinem Rachen und die Leute, die direkt vor dem Drachenkopf auf der Brücke stehen, werden nass. Und das war’s dann auch schon. Aber muss man mal gesehen haben. Der feuerspeiende Drache ist auf jeden Fall sehr beliebt, denn die Brücke und ihre nähere Umgebung ist mehr als gefüllt mit Menschen.

Wenn du noch mehr Eindrücke von unseren Erlebnissen in Vietnam haben möchtest, dann könnten dich die folgenden Beiträge interessieren:

Weltreise Tagebuch: Da Nang – Hoi An
Weltreise Tagebuch: Ho Chi Min City

 

 

>> Mehr ausführliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten der einzelnen Destinationen

ihrer Weltreise findest du auf Romys Blog leavingcomfort.zone.

 

Die ganze Geschichte kannst du in ihrem Buch

»Herz schlägt Kopf – Wie ich mit meiner Familie um die Welt reiste, um das Glück zu finden«

nachlesen. <<

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